DIRK LAMM
(Lead-Gitarre, Gesang – „George“)
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So wie George Harrison als der „stille Beatle“ gilt, so ist es bei LUCY Dirk, der sich – obwohl er mit Peter und Bernd in vorderster Reihe steht – oft im Hintergrund hält. Und wie´s bei den Beatles George war, der die markantesten Beiträge auf seinem Instrument lieferte, so ist Dirk bei LUCY der Mann an der Leadgitarre. Auf seiner Gretsch „Country Gentleman“ liefert er die Riffs, die einen Beatles-Song erst zu einem Beatles-Song machen. Mehr noch: Bei den Songs, die die Liverpooler Vier nicht mehr live auf die Bühne brachten und wo zum Beispiel ein Orchester („All You Need Is Love“, „Sgt. Pepper“) oder eine Trompete („Penny Lane“) entscheidende Song-Motive lieferten – da muss Dirk mit seiner Gretsch `ran, denn LUCY sind nun mal eine reine Gitarrenband ohne Synthesizer.

Doch indem Dirk vielleicht gerade diese Passagen gitarristisch ummünzt, macht er wiederum ein wichtiges, unverkennbares Viertel der Gruppe aus. Nicht zu vergessen sind seine Soli (z. b. bei „Come Together“ oder „Revolution“), die oft weit über das hinausgehen, was George Harrison zu seiner Zeit spielte. Gerade Dirks Virtuosität ist für viele LUCY-Fans ein Teil dessen, was ein Konzert der Band unvergesslich macht.

Mit George Harrision hatte der Gitarrist vor den Zeiten mit LUCY wenig Bekanntschaft gemacht, doch nach und nach entdeckte Dirk die Qualitäten des Beatles-Leadgitarristen. Heute zählen Nummern wie „Taxman“ oder „Here Comes The Sun“ zu seinen Lieblingsongs im Beatles-Werk, und bei anderen, wie „Something“ oder „If I Needed Someone“, tritt er sogar als Leadsänger hervor.

Zur Gitarre kam er schon mit zehn Jahren: Nach „Abschluss einer Ausbildung zum Luftgitarristen auf sämtliche Hits der frühen Achtziger“ (O-Ton Dirk) bekam er seine erste eigene Wandergitarre inklusive eines Gitarren-Crashkurses geschenkt. Kurze Zeit später tauchte er im zarten Alter von 14 Jahren erstmals mit einer „Stromgitarre“ auf Deutschlands Bühnen auf – als Solo-Gitarrero einer „harten“ Rockband. Damals beeinflussten ihn Bands wie „Toto“ oder „The Police“ und später „Yellowjackets“, „Mezzoforte“ oder auch Al Jareau. Einer von Dirks musikalischen Geheimtipps: „Tower Of Power“ mit der CD „T.O.P.“

Nach den jugendlichen Banderfahrungen folgte ein Jahr Bühnenabstinenz, in dem sich Dirk nur seinem Gitarrenunterricht und dem Üben hingab. Anschließend suchte er eine neue Herausforderung und schloss sich der Band um das Liedermacher-Duo Ortmann und Seel an. Später machte er als Gründer und Gitarrist des Rock-, Pop- und Soul-Projekts „Choice“ nicht nur im Raum Siegen auf sich aufmerksam, zahlreiche Konzerte machten ihn „bühnenfest“.

Nach seiner Ausbildung als Speditionskaufmann und dem Nachholen des Fachabiturs stand Dirk vor der Entscheidung, den Weg eines Profi-Musikers einzuschlagen oder BWL zu studieren. Er ging auf Nummer sicher, nicht zuletzt, um weiterhin aus Spaß Musik machen zu können anstatt es zu müssen. Sein Studium finanzierte er, indem er Gitarrenunterricht gab. Heute spielt er neben seinem Hauptberuf als kaufmännischer Angestellter in leit(d)ender Funktion mit Lucy bis zu 40 Konzerte im Jahr.